Ein Figurenverzeichnis zu den "Mosaiksteinchen".
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Vorwort

Für die zeitliche Einordnung gehe ich davon aus, dass die Filmhandlung wie auch die Metamosphosen 1720 spielen, dementsprechend ist der James der Mosaiksteinchen 1689 geboren und kommt 1701 auf die Victory, alle anderen Daten leiten sich davon ab. Das Schiff muss als ein fiktives betrachtet werden, denn auch, wenn es vor Nelsons berühmter HMS Victory schon einige kleinere Vorgänger mit dem gleichen Namen gab, passt keines davon genau in diesen zeitlichen Rahmen. Die spanische San Felipe hingegen hat es wirklich gegeben, auch wenn ich mich nicht an ihre reale Geschichte halte.

Queen Anne wird 1702 Königin von England und im gleichen Jahr bricht in Europa Krieg aus, in dem England sowohl mit Frankreich als auch mit Spanien verfeindet ist. James könnte möglicherweise nach dem Ende des Krieges 1713 in die Karibik versetzt worden sein, um sich der Bekämpfung der Piraterie zu widmen.

 

30.8.07 20:33


Allay

John Allay

* 1677

Ein draufgängerischer Matrose mit großer Klappe und leichten Piraten-Ambitionen, der auf einem eroberten Schiff auch schon mal was mitgehen lässt. Er geht keiner Auseinandersetzung aus dem Weg – ebenso keinem Besäufnis, keiner auch nur halbwegs ansehnlichen Hafendirne und nach einer gewissen Zeit auf See auch keiner Nacht mit Charles Blake, der ihn für seinen wüsten Lebenswandel oft ebenso leidenschaftlich verflucht, wie er ihn in seine Hängematte zerrt. Er pflegt eine erbitterte Konkurrenz zu Vincent Morrigan, wer von ihnen in der Takelage am geschicktesten ist.

30.8.07 20:21


Blake

 

Charles Blake

* 1659

Seine Vorgesetzten nennen ihn einen ehrlichen und gewissenhaften Mann – der Großteil der Besatzung nennt ihn „Kanonen-Charly“ und grinst dabei anzüglich. Seinen Kameraden nach ist er „ein Sodomit vor dem Herrn“. Er guckt die Barmädchen nicht mal an, wenn sie ihm mit ihrem Ausschnitt vor der Nase rumwedeln, und alles, was ihm zu seinem Glück fehlt, ist, dass John Allay dies auch nicht täte.

 

30.8.07 19:31


Bridgham

Oscar Bridgham

* 1661

Arzt

Wer den Schaden hat, braucht dem Sprichwort nach für den Spott nicht zu sorgen: diese Redewendung könnte gut und gern in Dr. Bridghams Lazarett entstanden sein, denn der Arzt, der sich nach eigener Aussage den Zynismus zugelegt hat, den man braucht, um seinen Beruf auf einem Kriegsschiff auszuüben, droht auch schonmal uneinsichtigen Patienten, sie in ihrer Hängematte festzubinden – auch dann, wenn es sich um Henry Moore persönlich handelt. Dem Aussehen nach könnte „das lange Elend auf zwei Beinen“, wie die Besatzung ihn getauft hat, allerdings durchaus sein eigener Patient sein, und einem Schluck von seinen Medikamenten oder ein paar Tropfen Opium in seinem Wein ist er in der Tat nie abgeneigt. Selbst berauscht hat er allerdings immernoch mehr Ahnung von Medizin, als die meisten anderen, die sich in der Navy Arzt schimpfen, so dass über sein Laster großzügig hinweg gesehen wird. Mit ausreichender Dosis seiner Drogen erweist er sich als überraschend gesellig und hat so manche Geschichte zu erzählen – gehen ihm allerdings die benötigten Substanzen aus, kann er ein äußerst grumpfiger Zeitgenosse sein.

30.8.07 18:58


Cohen

Bill Cohen

* 1651

Bootsmann

Wann genau er von einem Schiff der East India Trading Company zur Navy wechselte, weiß keiner mehr genau, jedenfalls gehört er nach dem alten Patrick O’Hare zu den Besatzungsmitgliedern, die der Victory schon durch so manche guten und schlechten Zeiten die Treue gehalten haben, und Bill Cohen hat bisher noch jeden Schaden in der Takelage repariert bekommen. Der wortkarge, schroff wirkende ältere Mann wird von den meisten Besatzungsmitgliedern nicht gerade als Freund betrachtet, aber respektiert, und Betrunkene machen ebenso einen großen Bogen um ihn wie die Kadetten, die er ab und an recht unfreundlich anschnauzt – seiner Meinung nach haben halbe Kinder ebenso wenig etwas auf einem Schiff zu suchen, wie die Knastvögel, die immer wieder die Reihen der Besatzung auffüllen. Manch einer von letzteren pflegt eine recht innige Beziehung zu Bill Cohens Rohrstock.

 

30.8.07 18:33


Davis

George Davis

* 1686

Kadett / Soldat

Er ist seit 1699 an Bord und James lernt ihn noch als einen seiner Kameraden kennen. George meidet keine Rauferei und hat eine fast kindliche Begeisterung dafür, wenn es bei den Schießübungen „ordentlich kracht“, geistig allerdings ist er eher schwerfällig. Er wechselt 1701 zu den Marinesoldaten, damit er keine Mathematik mehr pauken und nicht mehr in die Takelage klettern muss.

30.8.07 15:34


de Barrantes, Esmeralda

María Esmeralda de Barrantes

* 1674

Spanische Spionin von adeliger Herkunft, seit 1695 mit Salvador de Barrantes verheiratet und Anlass für viel Klatsch und Tratsch in Spanien wie im Ausland. Ihre Schönheit ist ebenso berühmt wie ihre lockere Moral und der katholischen Kirche ist ihre an Land offen zur Schau getragene Unabhängigkeit in Abwesenheit ihres Mannes ebenso ein Dorn im Auge wie ihre zahllosen Affären, die sie nicht selten zu Spionagezwecken nutzt – Menschen zurücklassend, die sich betrogen fühlen und von denen manche geneigt sind, sie eine Hexe zu nennen. Ihr gesellschaftlicher Status und der Einfluss ihres Mannes sind jedoch ein wirkungsvoller Schutz gegen die Inquisition und Esmeralda de Barrantes ist sich sehr bewusst, dass sie sich manches erlauben kann, was dem Rest der Bevölkerung verboten ist. Unter den Engländern gilt sie gleichermaßen als Verführerin und Unglücksbringer – manche abergläubischen Seeleute sprechen von einer Sirene, die jeden ins Verderben zu locken vermag, der sich ihr nähert.

 

 
30.8.07 18:07


de Barrantes, Salvador

Salvador de Barrantes

* 1666

Captain der San Felipe

Unter den Engländern erzählt man sich die wildesten Geschichten über den spanischen Offizier, der bereits 1693 das Kommando über die damals neu gebaute San Felipe bekam und aus einer einflussreichen katalanischen Familie stammt, die seit Generationen loyal zum spanischen Königshof steht und von den Unabhängigkeitsbestrebungen ihrer Region Abstand nimmt. Aufsehen erregte er 1698, als er Henry Moore und Edward Lawson von der Victory als Geiseln nahm, um freie Fahrt in britische Gewässer zu bekommen. Er hat enge Kontakte zum spanischen Geheimdienst und gilt im Ausland wie auch unter den meisten Katalanen als nicht vertrauenswürdig, seine Feinde fürchten vor allem seine Hinterhältigkeit. Salvador de Barrantes weiß, sich zu inszenieren, sowohl als Geheimagent als auch als Kommandant eines Schiffs mit einer schwer unter Kontrolle zu bekommenden Besatzung von mehreren hundert Leuten: sein Auftreten schüchtert die meisten potentiellen Gegner schon zu Anfang ein, und überzeugend genug zu drohen, um seine Drohungen gar nicht erst wahr machen zu müssen, ist sein Erfolgsrezept – auch wenn niemand daran zweifelt, dass er wenig Skrupel hat, wenn man es herausfordert. Berüchtigt ist sein sittenloser Lebenswandel, der dem seiner Frau in nichts nachsteht

 

 
30.8.07 17:13


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